Kunsthaus Summerau
Kunsthaus Summerau
Kunsthaus Summerau
Kunsthaus Summerau

04 .06.2016 Euopa kommt nach Summerau

Isabelle Henn von "sculpture network", 2016 dialogue im Kunsthaus Summerau
sculpture network 2016 dialogue
Babett Ceasar Kunsthistorikerin MA, "sculpture network dialogue 2016" im Kunsthaus Summerau

Summerau sz Gleich zum Wochenanfang hat die dritte Klasse der Grundschule Neukirch eine Wanderung nach Summerau gemacht, um dort das Kunsthaus zu besuchen. In dem alten Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert läuft seit dem 17. September die Ausstellung unter dem Titel „Die Magie des Glücks“ (die SZ hat berichtet).

Nach einer kurzen Einführung von Sylvia Buchmaier, die das Team von Künstlerin Brigitte Jutta Schaider unterstützt, gibt’s für die Schüler, die in zwei Gruppen das Kunsthaus erkunden, zunächst klare Ansagen: „Nichts anfassen, nicht reden, nicht rennen.“

Vor der Frage nach dem Glück, dem Thema der Ausstellung, kommt eine andere Frage auf: „Was ist eigentlich Kunst?“. Verschiedene Erklärungen seien möglich, erfahren die Kinder. Eine Flut an Eindrücken und Informationen folgt innerhalb kurzer Zeit. In der anderen Gruppe staunen die Schüler indes über die großen Schaiderschen Holzskulpturen. Dass sich Schaider nicht festlegen lässt, zwar thematisch in eine Richtung, aber gleichzeitig mit verschiedenen Stilen und Ausdrucksformen arbeitet, zeigt den Grundschülern eine Menge Kunstvielfalt. Nicht nur große Gemälde, Stelen und Figuren – auch Installationen, Figürliches, Raum- und Videoinstallationen gibt es zu bestaunen.

Beeindruckt sind die Kinder beispielsweise von den Video-Hypnosescheiben oder der Gedenkstätten-Rauminstallation, die an die verstorbene Bäuerin Kreszentia Braun erinnert. Dazu fallen ihnen eine Menge Fragen ein – auf die es meist Antworten gibt. Themen wie Materialien, Raum als Kunst oder Kunst in vielen Dimensionen und Formen werden ebenfalls diskutiert.

Eine Truhe voll Glück

Die Installationen bieten manch Überraschendes, wie die Truhe mit der Aufschrift „Glück“, die einen Spiegel enthält, in dem man sich sehen kann. Nur wenige Schüler können hier schon einen Zusammenhang mit Glück herleiten, wenn sie sich selbst sehen. Auf die Frage, was denn in dem Kasten drin sein sollte, damit das mit dem Glück stimmt, kommt von einem Schüler die eher pragmatische Antwort: „100 Euro“.

Im Zwischengeschoss hängen zahlreiche Kopfkino-Collagen von Schaider zum Thema Glück. Dazu dürfen die Kinder eigene Collagen anfertigen. Außer dem Lernen, Verstehen und Erfahren geht es immer auch um verschiedene Glückserfahrungen oder Unglückserfahrungen – auch von großen Künstlern.

Im obersten Raum hängen Meisterwerke bekannter Künstler, wie Hummel, Kirchberger oder Schirrmacher. Unter anderem auch eines von Jacqueline Marval, einer Weggefährtin von Pablo Picasso. „Nein, Picasso ist keine Pizza, nicht ursprünglich ein Modellname für ein Auto und auch kein Pokemon (Pikachu)“, erklärt Schulleiterin und Kunst-Fachlehrerin Simone Fuoss-Bühler geduldig auf die Fragen der Kinder hin. Bildinterpretationen sind nicht immer einfach, aber das lebhafte Interesse der Kinder ist zu spüren.

Insgesamt eine große Menge an Input sei hier möglich, bilanziert Fuoss-Bühler. Die Schulleiterin versucht bei der thematischen Aufarbeitung zur Frage anzuregen: „Was macht mich glücklich?“ Die Antworten sind vielfältig und reichen vom Spielen über Freunde und Familie bis zum Wunschgeschenk.

Praktische Kunsterfahrung darf im Kunsthaus, einer Mischung aus Ausstellung, Galerie und Museum, bei solch einem Ausflug nicht fehlen. Deswegen dürfen die Kinder sich auch gleich an die Herstellung eigener Kunstwerke machen.

Kinder werden selbst kreativ

So entstehen 21 Collagen zum Thema Glück. Ganz praktisch anwendbar wirkt auch die Kunst, die Hans Bühler mitgebracht hat: Zwei leere Bilderrahmen, die mittels Fotoapparat schnell zu Kunstwerken werden. Die Kinder haben rasch begriffen, dass hier alles möglich ist – von der weißen Wand bis zum Selbstporträt. Wie von der Schulleiterin zu erfahren ist, freut sich Brigitte Schaider schon auf eine Rückmeldung zu ihren Kunstwerken. Sie bekommt daher eine Auswertung des Besuchs und die Antworten oder Fragen der Kinder.

Die Ausstellung im Kunsthaus Summerau ist noch an den kommenden beiden Wochenenden jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet und schließt am 23. Oktober.

 

European Dialogue series 2016
Sculpting Nature

Dialogue in Neukirch

 

 

Samstag, 4. Juni 2016
13:30 - 16:30 Uhr
Kunsthaus Summerau

 

 

NEUKIRCH, DEUTSCHLAND

Memories of a forest: die Skulpturen im
Kunsthaus Summerau

 

ANMELDUNG Anmeldeschluss: 02.06.2016

 

 

 

Programm:

13.30 Uhr Begrüßung der Gäste und Ansprache mit Einführung durch Dr. Hans-Peter Vollmer

13.45 Uhr Geführter Rundgang durch die Ausstellungsräume des Kunsthauses unter dem Schwerpunkt der ausgestellten Großskulpturen
und Arbeiten aus Naturmaterialien

14.30 Uhr Vortrag Babette Cäsar, MA: "Memories of a forest - die Skulpturen im Kunsthaus Summerau und ihr Bezug zu Struktur und
Kybernetik"

15.00 Uhr Pause

15.30 Uhr Networking und Get-Together mit kostenfreien Getränken und der Möglichkeit des Besuches der aktuellen Ausstellung im
Kunsthaus

 

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Bitte nutzen Sie hierfür unser Online-Formular, Button "Anmeldung"

Anmeldeschluss ist der 02.06.2016.

 

Über das Event

Das Kunsthaus Summerau präsentiert seit 2013 zeitgenössische Kunst nationaler und internationaler Künstler.

Arbeiten von Brigitte Jutta Sc hai der sind Teil der Sammlung des Kunsthauses und beschäftigen sich über das Medium der Holzskulptur
mit den Themen der menschlichen Struktur, Informationsgewinnung und Umsetzung im biokybernetischen System des Menschen.

Frau Babette Cäsar, MA wird in ihrem Vortrag diese Regelkreise näher beleuchten und im Künstlergespräch zusammen mit Brigitte Jutta
Schaider weitere vertiefende Aspekte dieser wichtigen Fragestellungen menschlichen Seins herausarbeiten.

 

SCULPTURE NETWORK EUROPEAN DIALOGUE SERIES 2016 - SCULPTING NATURE

 

Unsere diesjährige Veranstaltungsreihe widmet sich dem Themenkosmos LandArt, EcoArt, BioArt, Kunst und Umwelt, Kunst in der Natur,
Ecoventions, Earthworks. Europaweit werden dazu exklusive Expertengespräche, Diskussionen und Kuratorenführungen an
verschiedenen Veranstaltung stattfinden

 

 

 

 

29.04.2016 18:00  Eröffnung der Ausstellung Martin Gerstenberger, Brigitte Schaider

18.09.2015  Eröffnung der Ausstellung               "neue Positionen"

Eröffnung der Ausstellung 2014

Nach dem Actionpainting: Event-, Videokünstler und Maler Jos Diegel und Künstlerin und Organisatorin Brigitte Schaider. Nicht auf dem Foto ist der Maler Patrick Hennes, der ebenfalls im Kunsthaus ausstellt.

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Variantenreich, zeitgenössisch und

überraschend: Kunstausstellung in

Summerau

 

So unterschiedlich wie die Herkunft der Künstler sind die ausgestellten Kunstwerke

 

Neukirch oej Eine Gruppe Kunstinteressierter hat sich kürzlich im Kunsthaus Summerau zur Ausstellungseröffnung versammelt. Mysteriöse Holz-, Draht und Leuchtfiguren, überraschende, teilweise mit ernsten oder humorvollen Botschaften übermalte Bilder sowie filigran-surreale Gemälde – all das ist an den nächsten Wochenenden im Kunsthaus Summerau, einem phantasievoll umgebauten alten Bauerngehöft, zu sehen.

Brigitte Schaider aus Neukirch stellt zusammen mit dem Maler Patrick Henne aus Berlin und dem in Frankfurt lebenden Maler, Aktions- und Videokünstler, Jos Diegel aus.

Bei der Eröffnungsveranstaltung betonte Hans Peter Vollmer für die Veranstalter, es sei ein Anliegen, im Summerauer Kunsthaus „hochwertige und auch internationale zeitgenössische Kunst zu präsentieren". Kunst, die man freilich auch kaufen könne. Anspruchsvoll präsentiert, in verschiedenen Ebenen, mit viel Raum für die einzelnen Kunstwerke, überrascht die Vielfalt. Schaiders Skulpturen zeigen sich massiv und differenziert mit zu großformatigen Holzfiguren gearbeiteten Baumstämmen ebenso mit wuchtigen Kruzifixen. Filigran, fast metaphysisch wirken dagegen ihre Draht-, Kunststoff- und Lichtobjekte.

Daneben hängen „äußerst qualitätvolle Ölbilder" (Vollmer). Eine teilweise surreale Gemäldekunst, mit der Patrick Hennes gegenständlich verschiedene Stile und Sujets aus den vergangenen Jahrhunderten zeigt. Dabei sind Farbigkeit, Details und Komposition symptomatisch für seinen besonderen Stil.

Im Kunsthaus stellt auch der Deutsch-Holländer Jos Diegel aus, der schon in New York oder San Francisco zu Gast war. Neben einer Video-Installation mit Impressionen vom Bodensee (Bodensee Art Fund) fallen die übermalten Kunstwerke auf, die Diegel mit Botschaften versehen hat. Und als echtes Vernissage-Event zeigte der Künstler an einer Staffelei mit zwei alten Ölbildern seine Kunst. So entstanden vor den Augen der Gäste ganz neue Kunstwerke aus alten Werken. Jos Diegel gegenüber der Schwäbischen Zeitung: „Klar, ich will Brüche erzeugen, Kunst und Veränderung darstellen." Diegel ist dabei in verschiedenen Genres zu Hause, denn Theater, Film, Installationen und Projekte gehören ebenso zu seinem künstlerischen Programm wie Gemälde. Die in Summerau basieren überwiegend auf „Ready-mades", also auf alten Gemälden. Ganz besonders, so der Künstler, sei die Mischung aus Respekt vor dem Ursprungskünstler und der Botschaft der aktuellen Kunst, die sich im neuen Gesamtkunstwerk manifestiere. Eine besondere Stimmung in den Kunsträumen schaffte auch Thomas Riether zur Ausstellungseröffnung mit seinen Saxophonsoli.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Juni samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr zu sehen.

Erschienen in der Schwäbischen Zeitung am 21.05.2014

Mit Tauschkunst von Berlin nach Valencia

Spanischer Konzeptkünstler macht Station im Kunsthaus Summerau

Die Künstler Juan Petry und Brigitte Schaider nach dem Austausch der Kunstwerke im Rahmen der Aktion "art on the road 2014" des spanischen Konzeptkünstlers. Eine Skulptur reist nach Spanien, ein Bild wird in Summerau ausgestellt. (Foto: Foto: pr)

Von Olaf E. Jahnke

Neukirch Der spanisch-deutsche Konzeptkünstler Juan Petry hat im Kunsthaus Summerau Station gemacht – und das nicht nur aus Interesse an den Werken der dort ansässigen Künstlerin Brigitte Schaider. Mit seiner Reise unter dem Titel „art on the road" verfolgt der Künstler einen besonderen Zweck.

„Die Idee ist einfach", charakterisierte Petry bei seinem Besuch sein Vorhaben und stellte die Kunsttauschaktion vor. So ist er unterwegs in halb Europa, von Berlin über Paris, Marseille, Toulouse, Barcelona nach Valencia und tauscht mit zeitgenössischen Künstlern seine Kunst. Seine Bilder bleiben – dafür nimmt er jeweils ein Kunstwerk mit auf die Reise. Die von ihm eingetauschten Werke wiederum werden schließlich am Ende der Reise in Spanien ausgestellt. Zu sehen sind sie in einer Gruppenausstellung ab 16. April in der Casa del Dragon, einer Künstlerresidenz in Ost-Spanien.

Der Titel der Ausstellung lautet „relevance" (Relevanz). Das beziehe sich darauf, was den Künstlern in diesen Zeiten wichtig ist. Juan Petry legt einen wesentlichen Schwerpunkt darauf, virtuelles real werden zu lassen. So werden Kunstaktionen, die zum Beispiel digital bei Facebook begonnen wurden, im realen Ausstellungsraum analoge Realität. Viele Künstler haben sich in diesem sozialen Netzwerk erst kennengelernt, erläuterte Petry, und sind nun begeistert über die Metamorphose von der virtuellen zur realen Welt.

Zu Realität wurde so im Kunsthaus Summerau der Austausch und die künstlerische Begegnung von Juan Petry und Brigitte Schaider. Der oberschwäbischen Künstlerin liegt besonders daran, „sichtbar zu machen, dass die äußere Form von Dingen und Menschen einer inneren Struktur folgt." Juan Petry suchte daraufhin eine Skulptur als Tauschobjekt aus, die mit ihrer Oberflächenbeschaffenheit und einer überbordenden Farbigkeit Ausdruck dieses Themas ist.

Von Petry blieb ein Werk aus seiner Serie „Citizens" im Kunsthaus Summerau. In dem Bild thematisiert Petry die Krise der spanischen Mittelklasse. Gerade von diesen Schwierigkeiten hat der Künstler nach eigenem Bekunden eine Menge detaillierte Eindrücke sammeln können.

Für die Öffentlichkeit wird das Werk im Rahmen der Ausstellung „Summerau Sommer 2014.1" ab dem 18. Mai in Summerau zu sehen sein.

Nach der „inspirierenden Kunstaustauschbegegnung" (Schaider) ging es für Juan Petry weiter Frankreich. Weitere Stationen sind für ihn in den nächsten Wochen Besançon und danach Nizza an der Côte d´Azur. Enden wird seine Tausch-Tour in der Nähe von Valencia, Spanien, Anfang April.

Mehr zur Kunst im Argental und dem „Summerau Sommer" unter: www.summerau.eu. Mehr zum Kunsttauschprojekt, Hintergrundinformationen und Tourdaten: http://www.petry.eu/long-term-projects/art-on-the-road/

(Erschienen: 20.03.2014 20:45)

Eröffnungsparty des Summerau Sommer am 06.07.2013

 

Anwesende Künstler:

Oscar Dempere Marco( Fotokunst), Isabella Bieri (Malerei), Viz Michael Kremietz (Klangkunst), Hermann Scheitenberger (Tanzkunst), Sigi (Feuerkunst).

Vielen herzlichen Dank.


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